Dieter Klein ist Ökonom – gegenwärtig forscht er zu Fragen der doppelten Transformation: im Kapitalismus und über ihn hinaus. Sein Buch Das Morgen tanzt im Heute ist 2013 im VSA: Verlag erschienen. Zwischen 1964 und 1977 war er Direktor des Instituts für Politische Ökonomie an der Humboldt-Universität, danach deren Prorektor für Gesellschaftswissenschaften. In den 1980er Jahren engagierte er sich – auch über die Systemgrenze hinweg – für den Aufbau einer multidisziplinären Friedensforschung. Nach der Wende war er an der Gründung der PDS und der Rosa-Luxemburg-Stiftung beteiligt, wo er als Senior Fellow am Institut für Gesellschaftsanalyse arbeitet.
Seit Jahren dauert, verflochten mit anderen Krisen, eine Bankenkrise an. Die kapitalistischen Ausbeutungs- und Ungleichheitsverhältnisse haben zu extremer Konzentration von Finanzvermögen in Höhe von 42,7 Billionen Dollar (2010) bei den Superreichen der Welt geführt. Die Banken und Investmentfonds fanden für diese Assets keine den hohen Profitansprüchen gemäßen Möglichkeiten produktiver Kapitalanlagen. Spekulationsblasen auf den Finanzmärkten entstanden und mündeten in eine Finanzkrise.
Land fasst moderne Gesellschaften als »Innovationsmaschinen« und drängt auf einen von permanenter Selbsterneuerung gekennzeichneten Sozialismus. Er rührt damit an ein Defizit linker Sozialismus-Auffassungen: Wie kann ein Regulationsmechanismus beschaffen sein, der Innovationen fördert und die Gesellschaft den Zielen einer freien Entwicklung jeder und jedes Einzelnen und der Bewahrung der Natur als Bedingung der freien Entwicklung aller unterstellt?